Ein Welpe zieht ein…

…woran soll gedacht werden?!

Wenn ein Hundewelpe in sein neues Heim, zu seiner neuen Familie zieht, sollten einige Punkte beachtet werden. Natürlich soll sich der Welpe von Anfang an in seiner neuen Umgebung wohlfühlen, wo er doch gerade von seiner Mutter und seinen Geschwistern getrennt wurde. So eine „Übersiedlung“ bedeutet Stress für den kleinen Vierbeiner, daher sollte er bei der Ankunft einmal in Ruhe gelassen werden. Er soll die Zeit bekommen, die er benötigt, um sich in Ruhe umsehen zu können und alles Neue kennenzulernen.

Hier wollen wir neuen Hundeeltern eine kleine Hilfestellung geben, welche Maßnahmen – auch schon im Vorfeld – zu beachten sind.

Rückzugsmöglichkeit bieten

Da der Hund, wie schon einleitend erwähnt, sich in einer Stresssituation befindet, sollte er sich bei Bedarf jederzeit zurückziehen können. Dafür ist ein kuscheliges Hundebett oder eine weiche Liegedecke ideal. Man sollte den Hund auch nicht gleich am ersten Tag überfordern, sondern ihm in seiner neuen Umgebung Zeit geben. Wenn der kleine Vierbeiner Hunger hat, oder Kontakt zum Menschen möchte, wird es zeigen.

Besuche sollten in den ersten Tagen möglichst vermieden werden. Natürlich will der Rest der Familie, Nachbarn und Freunde den neuen „Bewohner“ kennenlernen, das sollte man aber, aus Rücksicht auf den Welpen, noch einige Tage aufschieben.

Ängstlichere Welpen können in den ersten Tagen auch winseln, hier kann man versuchen ihn mit Spielen abzulenken. Das Hundebett soll von Anfang an ein vertrauter Rückzugsort sein, an dem der kleine Hund auch nicht gestört werden soll.

Um eine möglichst rasche Stubenreinheit zu erreichen, empfiehlt es sich, mit dem Welpen alle 2-3 Stunden raus zu gehen. (In der Nacht: Wecker stellen). Ebenso nach den Mahlzeiten, nach einem Schläfchen und nach dem Spiel. Das „draußen-Pipi-machen“ soll ein riesen Highlight sein. Ganz großes Kino. Überschwänglich loben und belohnen, wenn der Welpe sein „Geschäft“ draußen erledigt.

Futter und Wasser

Wichtig ist, dem Hund den Platz zu zeigen, wo sein Wasser- und Futternapf steht, sodass er dann schon automatisch zu dem Ort hingehen wird. Es ist ratsam, je nach Größe der Wohnung/des Hauses, Anfangs mehrere Wassernäpfe aufzustellen.

Generell sollte man die Fütterungszeiten und das Futter des Züchters in den ersten Wochen beibehalten. Also bis zur 11. Lebenswoche drei bis vier Mahlzeiten täglich mit dem gewohnten Futter. Die Umstellung des Futters, wenn man das möchte, sollte eher langsam erfolgen. Auch hier wichtig, nach jeder Mahlzeit soll der Welpe nach draußen gebracht werden, um sein Geschäft erledigen zu können. Fixe Futterzeiten helfen dem Verdauungsapparat sich an das Futter zu gewöhnen und begünstigen den Verdauungsablauf. Als sehr hilfreich hat sich herausgestellt, dass man die Mahlzeiten – nach der Eingewöhnungsphase – auch als „Belohnung“ einsetzen kann. Das Futter muss nicht immer aus dem Napf kommen! Besonders bei Trockenfutter bietet es sich gut an, so kann sich der Hund sein Futter verdienen und man kann es gleich für Trainingszwecke einsetzen.

Abenteuer Umgebung

Nachdem sich der Welpe an sein neues Zuhause gewöhnt hat, beginnt er sicherlich damit, die neue Umgebung zu entdecken. Wichtig: Er sollte nicht alleine an Stufen/Treppen herankommen, damit er sich nicht verletzen kann. Die kleinen Vierbeiner haben noch kein ausgeprägtes Körperbewusstsein und können daher Höhen oder generell potentielle Gefahren noch nicht richtig einschätzen. Alle für den Hund wichtigen Orte sollten dem Welpen gemeinsam mit dem Hundebesitzer in Ruhe gezeigt werden.

Ein ebenso wichtiges Thema ist die Pflege des Welpen. Tägliches Bürsten, Pfoten säubern, etc…sollten schon in kleinen Schritten trainiert werden.

Hier zu bieten wir immer wieder Workshops zum Thema „Medical Training und Fellpflege“ an.

Der Rückzugsort – Schlafplatz

Wie oben bereits erwähnt, soll jeder Welpe einen eigenen, ruhigen Schlafplatz haben, wo er auch jederzeit die Möglichkeit hat sich zurückzuziehen. Anfangs ist es sicher optimal, wenn sich der Hundeschlafplatz in der Nähe des eigenen Bettes befindet, da der Hundebesitzer den Welpen eher hören kann, wenn dieser unruhig wird.

Gefahrenquellen

Wichtig: VOR dem Eintreffen des Welpen sollten alle möglichen Gefahrenquellen in der Wohnung entfernt werden. Scharfe Kanten abkleben, alle kleinen Gegenstände, die verschluckt werden könnten, auf eine Höhe bringen, die der Welpe nicht erreichen kann, giftige Pflanzen wegräumen. Medikamente, Schokolade, Zigaretten, chemische Reinigungsmittel, etc….

Auflistung einiger Gegenstände, die für den Hundewelpen vorbereitet sein sollen:

  • Futter- und Wassernapf
  • Futter (Trocken-, Nassfutter oder BARF)
  • Kauartikel (Knochen oder Kauspielzeug)
  • Leckerlies + Leckerliebeutel (für unterwegs)
  • Hundebox
  • Kuscheldecke
  • Hundebett/Körbchen
  • Halsband, Brustgeschirr, Leine (keine Flexi)
  • Altersgerechtes Spielzeug Ball, Baumwollseil, Kuscheltier (möglichst ohne Quietschie)
  • Clicker
  • Bürste/Kamm
  • Zeckenhaken
  • Hundeshampoo
  • Mittel gegen Flöhe und Zecken

Für die Auswahl der passenden Produkte ist Ihnen unser Partner DOGGERIE Hundesalon & Boutique gerne behilflich.

Administratives / Organisatorisches

  • Anmeldung/Registrierung des Hundes (Gemeinde -> Hundesteuer)
  • Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung
  • Wer nimmt den Hund, wenn man selbst verhindert ist (bei Urlaub, Krankheit)
  • Tierarzt in der Nähe? Telefonnummer und Notdienstnummer notieren!
  • Hundeschule

Diese Checkliste soll eine Hilfestellung für neue Hundebesitzer sein – für weitere Informationen, Auskünfte und Trainings rund um den Hund steht das engagierte Trainerteam des ÖHV Hundesportvereins Purkersdorf zur Verfügung!

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